FAQ: Der erste Babybrei

Der erste Babybrei, Beikostreife

Der erste Babybrei sollte frisch und selbstgemacht sein, damit das Baby sich an die neuen Geschmacksrichtungen und Mamas Küche gewöhnt. Ich rate hier von gekauften Gläschen ab, aus diversen Gründen: am Anfang weiss man noch nicht, ob das Baby wirklich bereit ist und kann so ganz kleine Portionen geben oder verschiedene Gemüse ausprobieren. Selbstgemacht schmeckt viel besser und intensiver als gekauft. Gekaufte Gläschen enthalten oft Zitronensäure und schmecken anders als das “richtige” Gemüse. Ausserdem ist die Herstellung eine ganz andere, als wenn man das Gemüse selbst und frisch kocht.

 

Wann ist das Baby bereit für den ersten Brei? Beikostreife:

Etwa ab Beginn des 5. Monat können Babys bereit sein für feste Nahrung, es kann aber auch erst im 6. Monat sein. Allenfalls hat es schon erste Zähne – dies ist jedoch keine Voraussetzung. Erst in diesem Alter sind Babys in der Lage, Brei mit der Zunge zu schlucken. Können sie diesen Vorgang noch nicht, sind sie auch nicht bereit. Weitere Zeichen:

  • Das Baby hat ist interessiert an dem, was die Eltern oder andere Familienmitglieder essen.
  • Es kann den Kopf selber heben und schon gut sitzen (aber noch nicht alleine).
  • Es kann etwas nehmen (Pinzettengriff) und zum Mund führen.
  • Es macht Kaubewegungen / Schluckbewegungen.
  • Man startet als Beikost und langsam mit Brei, füttert daneben weiter mit Milch oder stillt weiter.

 

Welches Gemüse eignet sich für den ersten Babybrei?

Karotte, Kürbis, Pastinake, Süsskartoffel, Zucchetti eignen sich gut. (Hier hat es einen Beschrieb zu welches Gemüse wann geeignet ist).

Achtung: Karotte kann stopfend sein, muss aber nicht!

Eigentlich ist alles erlaubt, was leicht verdaulich ist, heute muss es nicht mehr nur ein klassischer Karottenbrei sein. Es darf deshalb gut auch Fenchel oder Zucchini sein, wenn einem danach ist.

Nachdem man ein Gemüse eingeführt hat(pro Mittagessen einige Löffel, daneben weiter stillen oder Flasche geben), kann man nach einigen Tagen mit einem zweiten Gemüse starten, wieder für einige Tage, bis das Baby eine grössere Portion isst. Danach darf man mit Kartoffeln den Brei etwas sättigender gestalten. Oder zwei Gemüse mixen. Auch Obst darf man unter den Brei mischen, gerade wenn man eisenreiche Gemüse füttert, damit das Eisen besser aufgenommen wird. Zum Beispiel Kürbis-Birne-Kartoffelbrei, Kartoffel-Zucchini-Brei, Babybrei mit Broccoli und Hirse.

Sobald das Baby 150g – 180 g isst, spricht man von einer vollen Mahlzeit.

 

Wie bereitet man den Babybrei zu?

  • schonend kochen (nicht zu heiss und zu lange, sonst gehen die Vitamine verloren), am besten dampfgaren
  • ohne Salz (dies erst ab dem ersten Geburtstag einführen)
  • Vor dem Füttern 1 TL Rapsöl dazugeben (nicht bei tiefgekühltem Brei, erst kurz vor dem Essen untermischen)
  • auf die Temperatur achten, gewisse Babys mögen es gar nicht warm oder die Temperatur muss genau stimmen
  • Für einen Anfangsbrei genug Wasser dazugeben und ganz fein pürieren. Später kann man ihn dicker machen und weniger pürieren.

 

Worauf achtet man beim ersten Löffel Brei?

  • einen 1/2 Löffel geben und an den Mund halten
  • Falls das Baby schon weiss, was zu tun ist (Mund öffnen) den Löffel etwas tiefer schieben
  • Schauen, ob das Baby den Brei schluckt und wie es reagiert. Das Gesicht verziehen ist noch nichts Ungewöhnliches, der neue Geschmack hingegen schon!
  • Die ersten paar Male kann das Baby vielleicht nicht alles runterschlucken und stösst Brei nach vorne, das ist normal. Stösst das Baby hingegen den ganzen Brei wieder aus dem Mund, ist es noch nicht bereit.
  • Als Löffel empfehle ich einen kleinen, dünnen und nicht die breiten, die man oft im Handel erhält.

 

Kann man den Brei einfrieren?

Ja, am besten am Anfang in Eiswürfel-Fächern, denn die Portionen sind noch sehr klein. Später eignen sich Avent-Becher, kleine Tupper oder Gläschen. Gemüsebrei kann bis zu 3 Monaten gut haltbar. Aufgetaut sollte er nicht wieder eingefroren werden. Und bereits gegessener Brei sollte man auch nicht einfrieren.

Auch Brei mit Spinat oder Mangold oder Randen / Rote Bete sollte man nicht einfrieren.

Ich empfehle die Becher von Philips Avent.

 

Grundrezept Babybrei für ca. 3 Portionen Babybrei (1. Babybrei):

Mit Karotte:

2 Karotten schälen (Bio-Karotten muss man nur gut waschen) klein schneiden, in wenig Wasser schonend ca. 7-10 Minuten kochen. Einen Teil Wasser abgiessen und auf die Seite stellen. Den Brei mixen und mit dem Wasser so verdünnen, bis es ein eher dünner Brei ist. 1 EL Rapsöl darunter mischen und abkühlen lassen.

Mit Kürbis oder Süsskartoffel:

ca. 100 g Kürbis (Butternut) schälen und klein schneiden, in wenig Wasser (knapp gedeckt) schonend ca. 5-7 Minuten kochen (ist eher gar als eine Karotte). Einen Teil Wasser abgiessen und auf die Seite stellen. Den Brei mixen und mit dem Wasser so verdünnen, bis es ein eher dünner Brei ist. Einen Teil in Eiswürfelförmchen abfüllen und einfrieren für die nächsten 2 Tage. 1 TL Rapsöl darunter mischen und abkühlen lassen.

 

Mehr:

Zum Ernährungsplan im ersten Jahr

Baby Led Weaning (Ernährung ohne Babybrei)

Ernährung im 6./7. Monat

Ernährung im 8./9. Monat

Ernährung im 10. Monat

Was braucht Mama für den Beikost-Start?

Beikost beim 2. Kind: locker und anders

 

Zu den Rezepten:

10.-12. Monat

6.-9. Monat

Dieses Gemüse eignet sich für Babybrei (6. Monat / 8. Monat / 10. Monat)

 

 

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