Die Kindersicherheit im Internet beginnt früher als man denkt

Die Kindersicherheit im Internet beginnt früher als man denkt

Auch wenn mein Sohn erst 2 Jahre alt ist, das Thema beschäftigt mich: wie schütze ich mein Kind vor den Gefahren im Internet? Und es ist nicht erst ein Thema, seit es die schlimmen Fälle gab, in welchen Kinderschänder Kinder im Internet etwas vorgaukelten und dann etwas Schlimmes passierte. Nein schon als Cyber-Mobbing und Shitstorms vor Jahren aufkamen.

Deshalb mache ich sehr gerne bei der Blogparade der Swiss Blog Family und AVM mit, denn ich möchte allen, die sich bisher noch keine Gedanken gemacht haben, einen Anstoss geben. Glaubt mir, man kann nicht früh genug damit beginnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen!

Ihr findet alle weiteren Beiträge unter diesem Hashtag #Internet4Kids

 

Über die Gefahren und die Rolle der Eltern

Immer wenn ich auf obengenannte Fälle stosse speichere ich mir ab, wie ich es später meinem Sohn beibringen will, mit diesem Internet richtig umzugehen. Denn davor bewahren, es zu benutzen, werde ich ihn nicht können. Da bin ich realistisch. Heute lernen ja Kinder in der 2. Klasse schon den Umgang mit einem iPad. Und spätestens da bekommen sie Zugang zum Internet. Und seit wir Smartphones haben, ist das Handy nicht mehr nur ein Telefon, mit welchem die Mutter herausfinden kann, wo ihr Kind ist. Nein, das Kind hat damit Zugang in das World Wide Web. Mit allen Gefahren, die da lauern. Spätesten da kommt auch die Rolle der Eltern ins Spiel. Vor kurzem habe ich dazu einen Artikel verfasst, wie man als Familie einen gesunden Umgang mit dem kleinen Gerät hinkriegen kann: nämlich mit gewissen Regeln, auch für die Eltern.

Wir Eltern haben hier von Anfang an eine grosse Verantwortung wahrzunehmen. Einerseits als Vorbild aber andererseits, um das Kind zu begleiten und in die richtige Richtung zu führen. Und die wichtigste Verantwortung: um es nachhaltig vor Gefahren zu schützen.

Ja, ich bin mir der Gefahren von Pornografie, Rechtsextremismus, Gewaltdarstellungen etc. bewusst. Es beginnt ja schon bei den Games, die enorm Geld kosten können oder Türen in unbekannte Welten öffnen. Kinder können diese Konsequenzen ja oft noch nicht abschätzen. Deshalb müssen wir als Eltern

  1. wissen, wo die Gefahren liegen und
  2. die Kinder aufklären, begleiten und damit schützen und
  3. die technischen Hilfsmittel zur Beschränkung und für den Schutz der Kinder nutzen

Einziges Problem könnte nun bei Punkt 1 liegen. Kennen wir alle Gefahren? Was bedeutet Punkt 1 für uns Eltern?

Die Mama vs. der Papa – ein kleiner Dialog

Die Mama weiss (als studierte Medienwissenschaftlerin), dass es Gefahren im grossen weiten Netz gibt. Sie schaut ihnen ins Auge! Sie ist auf Facebook, Instagram, Twitter. Und wenn’s sein muss spiele ich auch ein Baller-Game, nur um zu wissen, wie es funktioniert.

Wenn’s sein muss, spiele ich auch Minecraft!

Der Papa weiss, dass es einige Gefahren gibt. Er will das Kind aber komplett davor schützen. Am liebsten würde er dem Kind weder Handy noch PC-Zugang geben.

Nun ja, da wird es vielleicht ein Problem geben, erziehungstechnisch, wenn wir hier so weit auseinander driften. Mich interessiert das Thema jedoch stark und unter anderem bewege ich mich auch in den sozialen Medien, um später zu wissen, wo die Gefahren stecken. Und dürfen wir ein Kind haben, das als einziges kein Smartphone oder iPad besitzt – einen Aussenseiter sozusagen?

Der Papa: Ich habe vor einigen Jahren meinen Facebook-Account gelöscht. Zu viel Mist. Instagram weiss ich nicht, wie es funktioniert und Snapchat habe ich schon mal gehört. Da winke ich ab. Ist für mich Zeitverschwendung.

Die Mama: Genau deshalb möchte ich später – also sobald dann das erste Handy ein Thema wird – und der Computer oder iPad ebenfalls – meinen Sohn aufklären. Ihn schrittweise angewöhnen an dieses WWW. Und zwar mit all meinem Wissen, welches ich habe. Und die Gefahren von Anfang an thematisieren.

Vor einigen Jahren habe ich meinen Facebook-Account gelöscht!

Der beste Ansatz zur Medienerziehung:
Aufklärung & Kontrolle

Nach diesem Dialog wird mir klar: Ich werde diesen Part wohl übernehmen müssen, da der Papa sich zu wenig damit befasst (er darf dann gerne anderen Themen in der Erziehung übernehmen). Ausserdem will er nur Kontrolle. Der richtige Ansatz wird aber wohl ein Mix aus Aufklärung, darüber sprechen und technischer Beschränkung/Kontrolle sein. Es werden also beide Recht bekommen!

 

Folgende Massnahmen sollten sich Eltern vornehmen:

  • Kontrolle in den Social Media und Games: Mit dem Kind in Facebook & co. befreundet sein und es (wenn möglich unbemerkt) kontrollieren. Kleine Empfehlung am Rande: hier als Mama die Beiträge zu kommentieren, wäre kontraproduktiv. Das Kind würde sich schämen. Jedoch sie zu sehen, und allenfalls besprechen, wenn etwas heikel wird, ist angebracht. Eine gute Checkliste hat der Spiegel dazu verfasst.

–> Über den Sinn und Unsinn von Kontroll-Apps für Eltern gibt es hier einen guten Artikel.

  • Darüber sprechen, aufklären: Beispiele von Gefahren geben, mit dem Kind besprechen und ihm die Konsequenzen aufzeigen. Wachsam sein!

–> Schon für kleine Kinder gibt es Lernspiele dazu.

  • Grenzen setzen im Konsum, im Sinne von Familienregeln: Ganz wichtig: Der Konsum sowie Gebrauch des Internets, von Online Spielen sowie Apps sollte in einem festgelegten Rahmen stattfinden. Je nach Alter angepasst. Z.B. auf gewisse Zeiten beschränkt. Oder auf gewisse Apps und Spiele. Games, die ab einem gewissen Alter erst zugänglich sind, dürfen erst dann gespielt werden.

–> Wie man das Smartphone kindersicherer macht, steht hier beschrieben.

  • Technische Mittel zur Sicherheit nutzen: Für Eltern gibt es diverse technische Mittel, das Kind zu überwachen und den Konsum einzuschränken:
    • Kindersicherungen und Kinderschutzsoftware wie z.B. die FritzBox sie anbietet, oder SafeSearch von Google nutzen. Eine gute Übersicht zum sicheren Surfen bietet auch diese Seite von schau-hin.info
    • Verlauf im Web kontrollieren
    • Computer der Eltern mit einem Passwort versehen
    • Filter-Suchfunktionen einstellen / White-Lists.

Am Wichtigsten ist aber: Alternativen bieten, insbesondere, wenn der Konsum sich steigern sollte. Auch den Freunden des Kindes: mehr in die Natur, Spiele etc. und so ein spannendes Leben neben dem Internet bieten.

 

 

Hier einige weitere nützliche Links:

http://www.mit-kindern-lernen.ch/

https://www.internet-abc.de/

https://www.projuventute.ch/Medienkompetenz.2092.0.html

http://www.jugendundmedien.ch/home.html

https://www-de.scoyo.com/eltern/kinder-und-medien/checkliste-tipps-medienkompetenz-von-kindern-foerdern



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