Die Kinderküche – eine Kochschule für Gross und Klein (Interview)

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Simone bietet in ihren Kochschulen „Die Kinderküche“ und „Simones-Kochatelier“ Kurse für Kinder und Erwachsene an, mit dem Hauptziel, gesunde Ernährung soll Spass machen. Zusammen zu kochen, kreative Rezepte zu entwickeln und die Kinder mitkochen zu lassen sind wichtige Themen, die ihr ein Anliegen sind. Sie bietet deshalb auch Seminare an zu den Themen „Regeln am Tisch“, „Wie sieht ein optimales Familienessen aus“ oder „Wie bereite ich gesunde Snacks zu“. Daneben hat sie auch einen sehr gut funktionierenden Mittagstisch und man kann bei ihr Kindergeburtstage feiern.

 

 

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Simone, wie bist du auf die Idee der Kinderküche gekommen?

Die Kinderküche war schon lange in meinem Kopf, weil ich gerne mit Kindern arbeite und mir gesunde Ernährung wichtig ist. Ich möchte aber mit meinem Kochatelier auch die Eltern erreichen, und nicht nur mit den Kindern arbeiten – sozusagen ein Doppelkonzept.

Ich habe mich deshalb 2008 entschlossen ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin zu machen und mich zusätzlich in weiteren Seminaren beim UGB (Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. Deutschland) auf Kinderernährung zu spezialisieren.

 

Wie sieht ein Erlebniskochen mit Kindern aus? Was kocht ihr da?

Wir machen Gerichte, bei denen die Kinder mit den Händen kneten können z. B. einen Pastateig. Sie dürfen das Mehl (dunkel/hell) wählen und können so auch zweifarbige Pasta herstellen. Ganz schnell wird klar, wieviel Arbeit dahinter steckt, viel mehr als wenn man die gekaufte Spaghetti-Tüte öffnet. Die meisten Kinder haben noch nie Pasta selbst hergestellt. Und das Beste: sie schmecken (fast) allen Kindern sehr. Wir hobeln auch den Parmesan am Stück, oder machen die Tomatensauce selber.

Während wir sprechen, bietet mir Simone an, einen Smoothie zu machen. Da kann ich natürlich nicht Nein sagen. Also mixt sie mir einen aus Spinat, Kirschen, Birnen und Bananen. Auch wenn die Farbe nicht super aussieht, er schmeckt fantastisch.

 

Wer kommt zu dir in die Kurse? Du hast ja ein riesiges Angebot, bietest sogar Kindergeburtstage an

Für die Erwachsenenkurse melden sich oft Eltern an, die sich schon gut mit Ernährung auskennen. Viele wollen aber vielleicht noch etwas über Tischregeln lernen oder eine Bestätigung haben, dass sie es richtig machen.

Ich biete Kurse nur für Kinder, nur für Erwachsene oder für beide zusammen an. Die meisten kommen über Mundpropaganda zu mir. Man kann einen Kurs (z.B. Grosseltern mit ihren Enkeln) auch als gemeinsamen Event verschenken. Das war vor allem zu Weihnachten sehr gefragt.

 

… Das ist ein schönes Geschenk! Und dein Mittagstisch läuft gut?

Ja, der läuft inzwischen so gut, dass ich ausgebucht bin. Viele Eltern aus der Umgebung schicken ihre Kinder zu mir, da sie mit dem Essen in den Horten nicht ganz zufrieden sind und ich bevorzuge Bioprodukte, koche frische und vollwertige Menus.

 

Ist dir Nachhaltigkeit wichtig und worauf achtest du selbst bei deiner Ernährung?

Ja, schon, ich versuche möglichst regional, saisonal und biologisch zu kochen. Schwierig wird es dann aber bei der Verpackung zu sparen. Auch das Biogemüse ist häufig in Plastik eingewickelt.

Ich habe vor längerer Zeit angefangen, das Korn selbst zu mahlen um regelmässig mein eigenes Brot zu backen. Ich verwende Dinkel, Kamut, Buchweizen, Emmer, also auch alte Getreidesorten. Ausserdem achte ich darauf, weniger Fleisch- und Milchprodukte zu essen – ich liebe aber Käse, darauf könnte ich nicht ganz verzichten.

 

Auf was sollte man denn bei einer ausgewogenen Ernährung für Kinder achten?

Ich empfehle, selber zu Kochen (keine Fertigprodukte) und z. B. Weissmehl mit dunklerem oder Vollkornmehl zu ersetzen. Schön bunt und abwechslungsreich ist gut. Wer darauf achtet, ist auf einem guten Weg, sich ausgewogen zu ernähren.

 

Wenn die Kinder in der Küche mithelfen, fördert man die Neugier von kleinen Kindern, Neues auszuprobieren. Hast du auch einen Tipp für hartnäckige Gemüseverweigerer?

Mein Tipp ist, es immer wieder mit dem Gemüse zu versuchen, aber die Ablehnung zu akzeptieren. Von Druck ausüben und Probieren müssen halte ich nicht so viel. Es kann auch an der Zubereitung liegen. Manche Kinder mögen es lieber roh als gekocht oder umgekehrt. Manchmal liegt es aber auch gar nicht am Essen, sondern es handelt sich um einen Machtkampf z. B. in der Trotzphase.

 

Was empfiehlst du Eltern, die wenig Zeit haben zu kochen oder nicht gerne kochen?

Ich bin ein Freund von grösseren Mengen kochen und einfrieren. Aber da gäbe es ja meinen Kurs „Zeitsparend Kochen“ mit ein paar Tipps und Tricks!

 

Und noch zwei letzte Fragen: was ist dein Lieblings-Blitzgericht und welches Gemüse magst du am liebsten?

Ich mag deftige Grünkern Backlinge sehr (sind zwar kein Blitzgericht aber man kann sie gut einfrieren). Beim Gemüse schmeckt mir alles, ich esse aber wohl am meisten Karotten.

 

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Liebe Simone, herzlichen Dank für das Interview!

 

Weitere Infos:

Die Kochschule Kinderküche wurde 2010 gegründet und ist im Kanton Zürich (Schweiz).

Angebot: Kurse für Kinder, Familien, Erwachsene, Kindergeburtstage

http://simones-kochatelier.ch/

http://www.diekinderküche.com/

 

 

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