Was tun, wenn das Baby die Flasche nicht nimmt?

Ich hätte nie gedacht, dass mir das passiert: Dass mein Baby die Flasche nicht will. Bei meinem ersten Sohn verlief alles unproblematisch, ich ging, als er 4.5 Monate alt war, wieder arbeiten, übte kurz vorher mit Abpumpen und Flasche geben und er nahm ihn von Anfang an. Die ersten zwei Tage in der Kita hatte er aber auch Mühe, wir haben schnell gemerkt, dass es an der Temperatur lag, und danach klappte es gut.

 

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Als Workingmum muss ich viel organisieren und bin darauf angewiesen, dass alles funktioniert, dass also auch das Baby mitmacht. Nicht so mein zweiter Sohn. Er liebt die Brust genau so wie der erste, hatte aber von Anfang an ein anderes Trinkverhalten. Er trank unsteter, und er gehörte zu den Babys, die es ruhig brauchen und schnell abgelenkt waren. Den Schnuller (Nuggi) nahm er zwar, ich gab ihn sogar früher als bei meinem ersten Sohn, doch braucht er ihn nur ab und zu zur Beruhigung. Während mein erster Sohn das gar nicht versteht, und den Nuggi gerade sehr benötigt, will er ihn auch immer dem Baby geben. Gut, was also tun, wenn das Baby die Flasche verweigert?

 

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Wann soll ich mit dem Abpumpen der Muttermilch starten?

Wichtig ist, dass man früh damit anfängt, das Baby an den Sauger zu gewöhnen. Etwa ab der 6. Woche sollte man zum ersten Mal abpumpen und die Flasche geben. Es muss keine grosse Menge sein und es sollte nicht die Mama sein, die die Flasche gibt. Danach so weitermachen: Immer wieder die Flasche geben, damit das Baby beides kennt. Man muss keine Angst haben, dass das Baby nun zu verwirrt ist. Es kennt dann einfach beide Varianten. Doch gerade für Mütter, die bald wieder arbeiten gehen, ist es wichtig, dass das Baby die Flasche nimmt.

 

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Mein Baby verweigert die Flasche – Tipps und Erfahrungsbericht

Meine Hebamme sagte mir schon im Wochenbett, ich solle dann ab ca. 6 Wochen mit Abpumpen und Flasche geben üben, am besten 1x pro Woche. Ich machte dies auch 2x, er nahm die wenige Milch, die damals kam, relativ gut. Dann hatte ich eine Brustentzündung und gar keine Lust mehr auf Abpumpen. Ich liess es also sein. Das war ein Fehler.

Als mein Sohn 3 Monate alt war, und es langsam in Richtung Fremdbetreuung und ich wieder arbeiten gehen musste, wollte ich wieder üben. Doch er nahm ihn nicht. Einfach nicht. Er begann zu schreien, er weinte, oder kaute darauf herum. Es war immer der Papa, der die Flasche geben wollte, und einmal die Grosseltern, nie ich. Dann versuchte auch ich es. Doch er verweigerte.

Ich probierte es mit anderen Aufsätzen und Saugern. Dann rief ich meine Hebamme an.

Sie sagte mir: dran bleiben. Verschiedene Aufsätze probieren. Nicht die Mama gibt die Flasche.

Die Stillberaterin im Spital sagte mir ähnliches. Und zeigte mir als Alternative noch den Soft Cup von Medela.

Beide sagten ausserdem das gleiche: Es ist noch nie ein Baby verhungert. Es gibt aber Babies, die warten, bis Mama am Abend von der Arbeit zurück ist und holen dann nach.

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Welche Flasche soll es sein? Das Baby entscheidet. Es lohnt sich, verschiedene Formen auszuprobieren.

 

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Medela Soft Cup – kann helfen, damit das Baby trinkt.

10 Tipps, wenn das Baby die Flasche nicht nimmt:

  • Verschiedene Nuggiformen / Sauger ausprobieren
  • Medela Soft Cup Becher
  • Dran bleiben, nicht aufgeben
  • Geben, wenn das Baby müde ist, gleich nach dem Erwachen
  • Nimmt es den Nuggi/Schnuller
  • Ruhigen Ort wählen
  • Der Papa oder sonst jemand gibt den Schoppen, nicht die Mama
  • Nicht sprechen dabei
  • Brust geben vorher oder nachher
  • Verschiedene Temperaturen der Milch ausprobieren

 

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2 Comments

  1. Wir hatten folgendes Problem: Die abgepumpte Muttermilch meiner Frau roch jeweils stark ranzig, nachdem wir sie aus dem gefrorenen Zustand aufgetaut hatten. Wir hatten die Milch – wie es in allen Ratgebern empfohlen wird – bis anhin immer langsam aufgetaut (zuerst in Kühlschrank und dann ganz langsam mit warmen Wasser). Danach roch die Milch aber immer so ranzig (meistens hatte sich die Milch auch getrennt), dass meine Tochter die Milch nicht trinken wollte. Die Lösung: wir haben die gefrorene Milch jeweils direkt unter dem heissen Wasser aufgetaut (dauerte ca. 5 minuten) und während dem auftauen immer leicht geschüttelt, damit sich die Milch nicht trennt. So konnten wir zumindest den ranzigen/kotzigen Geschmack der Milch vermeiden. Inwiefern durch das schnelle Aufwärmen Nährstoffe kaputtgehen, weiss ich nicht. Zumindest hat meine Tochter, dann diese Milch auch endlich aus dem Fläschchen getrunken. Meine Tochter wollte übrg. lange nicht aus dem Fläschchen trinken – im Nachhinein vermute ich, weil wir ihr am Anfang oft die ranzige Milch angeboten hatten. Hätten wir schon früher die Milch anders aufgewärmt, hätte das mit dem Schöppeln evtl. Auch schon früher geklappt.

  2. Haha, davon kann ich ein Lied singen. NICHTS hat bei uns geholfen, trotz, dass sie im Krankenhaus abgepumpte Muttermilch bekommen hatte. Irgendwann wollte sie die Flasche nicht mehr. Was ich alles durch habe… puuuh.

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