Schwierige Mama-Phase vs. Selbstbestimmung

Schwierige Mama-Phase vs. Selbstbestimmung

„Mamaaa….Mamaaaaaaaaa……buäääääääääääh……..“ (wenn die Mama kurz weg will)…. Dieses Thema ist nicht neu, nein. Aber nicht weniger schwierig. Für alle Beteiligten: Das Kind (20 Monate) schreit nach der Mama, obwohl diese nur kurz auf die Toilette geht. Oder in die Waschküche. Oder in den oberen Stock. Es schreit nach der Mama sobald diese um die Ecke verschwunden ist. Zurück bleibt ein Papa, der nicht weiss,  was er soll und sich wohl fragt: Zähle ich hier denn nicht? Was mache ich hier bloss? Und wie kann ich meine Beliebtheit beim Kind verbessern? (Ja, diese Fragen geistern ganz bestimmt bei jedem Papa, der betroffen ist, im Kopf umher). Die Phase wurde bei uns im letzten Monat stärker, genau da, als der Kleine sich doch noch überwand, nun alleine zu laufen (jipeeee, ja er läuft nun auch, wir haben kein Krabbelkind mehr!). #alleseinephase #mamaphase

Kann man etwas dagegen tun?

Ich wurde sogar vom Papa schon gefragt, ob wir da nicht was machen können? Den Arzt fragen oder die Mütterberatung? Ich beruhige dann, und sage, ist alles nur eine Phase, das kommt schon wieder. Aber ich verstehe den Papa, der sich nicht wichtig genommen fühlt, fehl am Platz, sich Mühe gibt. Wie ich schon sagte, nicht ganz einfach. Auch nicht abnormal, wie ich an so vielen Orten gelesen habe und deshalb darauf beharre, weiterhin in den Keller zu gehen, oder arbeiten, oder ins fitness, wenn ich das Bedürfnis habe. (Auch das nicht immer einfach – auch für mich nicht) Und ich zähle auf den Papa, dass er es doch gut macht und beschwichtige ihn immer, dass sicher bald eine Phase kommt, wo er dann die Nr. 1 sein wird! Als Vorbild. Als Spielpartner. Und sowieso!

Selbstbestimmung – gehört genauso zur Entwicklung wie das Mitmachen-Wollen

Man merkt nun mit 20 Monaten immer mehr, wie mein Sohn zwischen Selbstbestimmung (da hin laufen wo er will, das machen was er will, esscheisse finden wenn er etwas nicht darf, mithelfen…) und dieser Mamaphase, wo alles ganz nahe sein muss, und die Mama am nächsten, hin und her schwankt. Und dann kommt noch dazu, dass er alles machen will, was wir machen. Aber selbst, alleine, nur er!

Beispielsweise will er:
  • selbst essen mit der Gabel
  • selbst trinken aus der Flache
  • selbst Schuhe anziehen, und die Kappe
  • selbst putzen
  • selbst Händewaschen und rumspritzen
  • selbst den Turm aufbauen
  • selbst den Wagen schieben
  • selbst das Handy halten (ooooh nein!)
  • selbst das Ei tütschen (hallo Ostern!)
  • selbst die Pflanzen wässern….

Ja denn der Kleine beobachtet nun immer genauer, was wir so tun und treiben den ganzen Tag, und will dann auch, aber ALLEINE! Sonst gibts dann Trotzreaktionen und Geschrei. Und das nicht zu leise….!

Die Lösung: machen lassen, Distanzen verändern, mitmachen lassen

Meine Lösung für diese Phase ist: Das Kind überall miteinbeziehen, machen lassen. Momentan sind viele Spielsachen der letzten Monate (zum Glück hielten wir das in Grenzen) sowieso nicht wichtig, der Kleine will machen, was wir machen. Und so lasse ich ihn mitstaubsaugen, im Garten mitgärtnern (uh, achtung, mein Peterli!! :-O  ), Zähne putzen, Boden putzen nach dem Essen, Staubwedeln, und er soll so viel er kann selbst machen, nur zuletzt helfe ich. Er muss aber auch lernen, dass die Mama mal kurz weg ist. Und dass der Papa genau so gut kann. Und da ist.

Irgendwie ging es nun immer, und der Papa schaut am Papa-Tag (hoffentlich locker) über die diversen Mama-Phasen hinweg, und mit Ablenken einer ganz interesanten Tätigkeit im Haushalt ist man immer auf der sicheren Seite! Ich glaube, ich muss bald einen Kinder-Staubsauger kaufen oder so…..

 

 



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