Jede Mama ist anders – oder was macht eine gute Mama aus?

Jede Mama ist anders – oder was macht eine gute Mama aus?

Was ist eine gute Mama? Und braucht es einen Vaterschaftsurlaub? Habt ihr euch schon mal überlegt, dass die Gesellschaft, so wie sie organisiert ist, auch Modelle schafft? Bei uns heisst das: die meisten Mamas arbeiten Teilzeit, viele Papas Vollzeit. Wenige Väter haben einen #Vaterschaftsurlaub. Viele Mamas sind auf andere Hilfe angewiesen. Oft wird man aber komisch angeschaut, oder beneidet, wenn der Papa zu Hause auch Kinder betreut. Oder im Haushalt hilft. Oft wird man bemitleidet wenn man als Mama früh wieder arbeiten geht. Aber wir haben nun mal offiziell nur 14 Wochen Mutterschaftsurlaub! Aber da weiss es anscheinend jeder besser.

Nein, nicht jede Mama möchte 1000 Tipps, wie man ein Kind ernährt. Oder erzieht. Oder kleidet. Und nein, nicht jede Mama möchte sich rechtfertigen müssen, warum sie arbeiten geht. Teilzeit natürlich. Und warum 70% und nicht 50%. Oder warum sie nicht arbeiten geht. Oder warum das Kind in die #Kita darf (nicht muss!). Oder wie lange sie stillt.

Als Mama hat man es wirklich nicht einfach. Viele Leute reden mit und wissen es besser. Oft sind es andere Mamas, die so richtig untolerant sind. Dabei sollten sie selbst am besten wissen, wie es ist als Mama und dass jede ihren eigenen Weg finden sollte.
Aber nein: ich lerne immer wieder dass man sich als Mama vor anderen Mamas rechtfertigen muss. Das ist schade. Lasst doch diejenigen arbeiten gehen, die arbeiten wollen (oder müssen). Und lasst die zu Hause bleiben, die wollen (oder müssen?!). Niemand ist deswegen eine schlechte Mama. Jede will doch nur den besten Weg.

 

Auch Papas haben es nicht einfach

Ach ja und auch #Papas, die einen #Papa-Tag haben müssen sich oft rechtfertigen. Vor dem Arbeitgeber zum Beispiel. Karriere und Papatag? Unvereinbar für viele. Auf dem Spielplatz „Was? Die arme Mama muss arbeiten gehen?“. Vielleicht will sie ja. Oder verdient sie mehr. Oder gibt’s eine 50:50 Teilung in der Erziehung.

Ich finde man sollte die Mamas und Papas mehr leben lassen. Jedem sein Familienodell. Denn jede Mama will doch nur das Beste rausholen und wird sich ihre Gedanken gründlich gemacht haben! Und der Papa auch.
Hört also auf mit euren Rollenmodellen und dem Einordnen in irgendwelche Muster. Lasst uns so leben wie wir es wählen – oder wie es unsere Gesellschaft zulässt.

Klar bin ich für genügend Papazeit und für zahlbare Kitas und #Waldspielgruppen und auch Steiner Schulen, Holzspielzeug, Süsses erst ab Jährig, Handys erst ab Schulalter, Auszeiten vom Kind, Vaterschaftsurlaub…. Aber wenn jemand das nicht kann oder will – aus was für Gründen auch immer – dann verurteile ich diese Mama oder diesen Papa nicht!

 



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