Ich arbeite auch zu Hause – das geht aber nur wenn…

Ich arbeite auch zu Hause – das geht aber nur wenn…

Ich habe schon jetzt Angst, dass ich dann nicht runter in die Küche gehen kann, um mir einen Kaffee zu holen, oder kurz Pause zu machen, weil sonst der Kleine merkt, dass ich ja da bin. Und der Papa ja dann nichts mehr zählt…..
#elternhomeoffice #blogparade

Ja, ich möchte mich auch mal zum Thema „von zu Hause aus arbeiten“ oder „HomeOffice“ äussern und bei dieser spannenden Blogparade von Melanie von Gluecklichscheitern.de mitmachen. 

Ich weiss noch, als ich vor mehreren Jahren bei einem grossen Telekommunikationsunternehmen gearbeitet habe, mein damaliger Vorgesetzter oft zu Hause arbeitete (das wurde nämlich gefördert) und er immer jammerte, wie das so schlecht ging mit dem kleinen 3-Jährigen daneben. Ich habe mir damals geschworen, dies nie zu tun und schrieb es mir hinter die Ohren: Arbeiten zu Hause geht nicht mit Kind!

Und jetzt mache ich es trotzdem?

Nein, ich habe dies damals gelernt und es war eines dieser Learnings, die ich nicht zuerst selbst erfahren musste. Also doch, ganz kurz und schnell habe ich es gemerkt. Mit meinem 20-Monatigen kann ich nicht einfach schnell an den Computer gehen. 1 Sekunde später steht er daneben, will auch, drückt auf der Tastatur und alles sieht schief aus, vermixt mir Texte oder Zahlen oder er macht unbeaufsichtigt Sachen, die ich nicht will. Ich müsste sooo viele coole, tönende Spielsachen neben mir auf den Boden legen. Die habe ich gar nicht! Oder ihn sonst ablenken. Dann kann ich ja eben nicht arbeiten – ich bin also im Clinch! Und die Lösung, tadaaaa: Seit ich meinen Blog habe, arbeite ich daran nur, wenn er schläft oder am Abend oder beim Pendeln. Dasselbe gilt, wenn ich etwas fürs Büro erledigen muss.

In etwa einem Monat werde ich meine Stelle wechseln und es ist vereinbart, dass ich einen Grossteil von zu Hause aus arbeiten werde. Ich habe dem zugestimmt, weil ich eine Verfechterin von HomeOffice bin, und es selbst gut finde. Ich konnte früher an meinen HomeOffice Days sehr speditiv arbeiten, ohne Störung. Ich gehörte aber nicht zu denen, die es ausnutzten und daneben den ganzen Haushalt machten. Aber ich genoss es, keinen Arbeitsweg zu haben und flexibel zu sein. Wie aber ist es nun, jetzt da ich ein Kind habe?

(Dabei habe ich mir für die neue Stelle eine wichtige Bedingung gesetzt: das geht nur wenn das Kind dann wie bisher fremdbetreut wird!)

Ein Tag ist gesichert mit der Kita. Das wird klappen. Der zweite, jedoch nur halbe Tag, ist unklar wie die Erfolgsaussichten aussehen.

Wir werden sehen, ob es klappt

Ja, denn der zweite Tag ist der Papa-Tag. Ihr alle wisst, was das heisst oder heissen kann. Jaaa, der Papa ist dann da und der Sohn auch. Und gemäss momentaner Einschätzung der Mama-Phase heisst das: Verstecken, nicht aus dem Zimmer, Turbo-arbeiten, hart bleiben wenn das Kind schreit, beide raus an die frische Luft schicken. Ich habe schon jetzt Angst, dass ich dann nicht runter in die Küche gehen kann, um mir einen Kaffee zu holen, oder kurz Pause zu machen, weil sonst der Kleine merkt, dass ich ja da bin. Und der Papa ja dann nichts mehr zählt….. (siehe auch Ist die Pubertät schlimmer als die Mamaphase? )

Ok, mal schauen ob es klappt. Ich habe mir aber schon gesagt: wenn es nicht klappen sollte, werde ich schnell reagieren und eine Lösung finden. Entweder gehe ich dann weg, ins Büro, zu den Schwiegereltern oder wir ändern etwas an unserem Modell. Let’s see! 🙂

In etwa zwei Monaten werde ich mehr wissen…

1 Jahr Blog

Zum Weiterlesen:

Hier geht es zur Blogparade von Melanie

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2 thoughts on “Ich arbeite auch zu Hause – das geht aber nur wenn…”

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