Gesunde Ernährung – ab 10. Monat immer wichtiger

Gesunde Ernährung – ab 10. Monat immer wichtiger

„Hilfe, mein Kind isst nur noch Gummibärchen!“

… solche Phasen soll es anscheinend geben…… Aber: ab wann darf man überhaupt Süsses geben? Was bedeutet gesunde Ernährung für ein Kleinkind?

Solange man Gemüsebrei füttert, muss man sich nicht gross Gedanken machen, ob das Baby gesund ernährt wird. Wir sind uns alle einig: Gemüse IST gesund. Doch schon bald geben wir Obst – Apfelmus etc. und dieses enthält Fruchtzucker. Es geht weiter und je mehr das Baby ausprobiert und ausprobieren will, desto mehr nähern wir uns ungesunden Lebensmitteln an.

 

Süsses ist ungesund…. wann muss ich anfangen, zu verbieten?

Ich merke es schon jetzt: der kleine, 10-monatige Sohn möchte auch probieren, wenn die Mama die so schön krachenden Chips isst. Oder der Papa aus der Bierflasche trinkt (ja es ist gerade Fussball-EM). Oder wenn alle Erwachsenen im Sommer Glace schlecken. Jetzt beginnt es also schon, dass ich dem kleinen Kind beibringen muss, dass es einige Nahrungsmittel nicht essen darf. Und dass Süsses ungesund ist und es doch bitte mehr Gemüse statt Brot essen soll. Es gibt ja Kinder, die plötzlich nur noch Nudeln essen wollen. Und sicher kein Gemüse! Mir graut schon vor dieser Phase 😉

Viele Mütter in meinem Umfeld geben zum ersten Geburtstag erstmals Zucker – und zwar in Form eines Kuchens. Ab da wird man als Mama sowieso nachlässiger, da ab dem 1. Geburtstag viele Verbote in der Ernährung fallen…. deshalb gut aufpassen und nicht zu nachlässig werden, liebe Mamas!

 

Auf was sollte man achten, wenn man das Kind gesund ernähren will?

Heute habe ich einen guten Artikel auf LetsFamily.ch gelesen. Was also kann man dem kleinen Kind anbieten, damit es sich von Anfang an gesund ernährt – und welche Strategien gibt es (hier eine kleine Sammlung von Wissen):

  • Von Anfang an Wasser anbieten und keine Süssgetränke oder Fruchtsäfte
  • Als gutes Vorbild vorangehen
  • Gemüsesticks, Gemüsetiere schnitzen, mit Joghurt-Dip-Saucen gluschtig machen
  • Statt Glace selbstemachte Frozen Joghurt (mit Fruchtstücken) im Eis-Würfelbehälter
  • Das Baby muss verstehen, dass es nicht alles darf und es Grenzen gibt. Allenfalls Alternativen anbieten bevor es zu einem Trotzanfall kommt
  • Gemüse kann man dem Obstbrei oder dem Milchgetreidebrei untermixen
  • Versuchen, viel frisch zu kochen – und das Kind mitkochen lassen
  • Früchte, gedörrtes Obst, Joghurte statt Milchschnitten, Schokolade und Haribos anbieten
  • Fertigprodukte wie Pizzas etc. nur als Ausnahmen oder zu besonderen Situationen. Das gilt auch für McDonalds!
  • Das Kind sollte Vieles probieren, oder wenigstens einen Löffel oder eine Gabel voll. Dann kann es immer noch entscheiden, ob es etwas mag. Und man sollte hier konsequent sein. Falls ein Kind eine Phase hat, in der es etwas nicht mag – oder Gemüse nicht mehr mag – einfach nicht aufgeben. Immer wieder probieren. Und wieder: als gutes Beispiel vorangehen und das Essen so spannend machen!

 

Wichtig ist, dass gesund essen normal ist. Dass die Eltern dies vorleben und man gemeinsam am Tisch isst statt vor einem Fernseher oder jeder einzeln zwischendurch. Denn Essen ist mehr als nur Nahrung, es ist Sozialisieren, das Beisammensein als Familie pflegen, sich austauschen.

Und wenn dann mal die Phase kommt, wo nur noch Gemüse (oh, jetzt habe ich mich verschrieben), oder Pasta, oder Pommes Frites (hoffentlich nicht) oder Fleisch (hoffentlich auch nicht) auf dem Teller ist, dann müssen wir verschiedene Strategien überlegen. Ich werde euch dann berichten…

 

Ernährungsplan im 1. Jahr

 

 



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