Berlin mit Baby – 8 Monate

Berlin mit Baby – 8 Monate

Wir konnten nicht länger warten und mussten endlich wieder mal nach Berlin. Unser Baby war ja auch schon 8 Monate alte, das sollte doch perfekt gehen, oder? Dachten wir und so war es auch! Wenn man einige wenige Dinge beachtet!

 

Zuerst einmal fragt man sich: Was packt man ein? Was isst das Baby unterwegs? Da gibt es natürlich viele Checklisten, auch im Web. Am wichtigsten ist aber:

Immer auf das Baby eingehen – jedoch auch ausprobieren wie viel es erträgt! Und nie die Geduld verlieren 🙂

Hier nun unser Reisebericht mit einigen Tipps

Wir waren letzte Woche zum ersten Mal in den Ferien – in unserer Lieblingsstadt Berlin. Der Kleine musste schliesslich endlich die Stadt der Ampelmänner und Ampelfrauen kennen lernen. Das Brandenburger Tor und der Reichstag interessierten ihn zwar leider wenig. Den Fernsehturm hat er gesehen, juhui. Nach oben fahren machen wir aber ein anderes Mal, wenn er es besser begreift. Ist sonst zu teuer.

Mit einem solch kleinen Kind ist in Berlin am wichtigsten, gute Restaurants zu finden wo man ungestört stille und essen kann oder Plätze im Freien, wo man sitzen und verweilen kann. Denn Reisen mit einem kleinen Kind entschleunigt das Tempo. Restaurants gibt es viele, die  meisten sind sehr kinderfreundlich und haben auch eine Wickelmöglichkeit, Kinderstühle oder bringen heisses Wasser. Empfehlen kann ich Vapianos, McDonalds (ohje, ich weiss, aber besonders wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist man hier auf der sicheren Seite),

Gewöhnungsbedürftig fand es das neue Bettli – doch wir haben so getan als wäre es sein Bett von zu Hause. Jeweils etwa 1 Stunde später als zu Hause hat er er dann auch akzeptiert.

Gereist sind wir mit dem Auto, aus der Schweiz bis nach Berlin. Das sind ca. 8.5 Fahrstunden. Die Hinfahrt haben wir zweigeteilt mit einem Übernachtungsstop. Die Rückfahrt wählten wir gegen Abend, so dass das Kind bald um 19h eingeschlafen ist und wir in der Nacht spät nach Hause gekommen sind, das Kind aber sozusagen durchgeschlafen hat. Einmal haben wir es geweckt, um nochmals zu stillen und etwa in der Hälfte haben wir es geweckt und etwas bewegt, da es doch eine sehr starre Haltung in der Kinderschale hat.

Unser Hotel (Sofitel Berlin) war sehr kinderfreundlich, hat uns neben einem Babybett eine Wickelunterlage, Windeleimer, Kinderbademantel und Kinderwaschmittel zur Verfügung gestellt. Weitere familienfreundliche Hotels findest du hier.

Was in Berlin ist Babytauglich?

Lustig fand es das Baby, im Park oder an der Spree den wehenden Blättern in den Bäumen zuzusehen, im Ampelmann Shop einen mit Helium gefüllten Balon zu bekommen oder auf dem Liegestuhl im Ampelmann Restaurant an der Spree und mir herumzuturnen. Noch lustiger fand es das grooosse Bett im Hotelzimmer.

Sehenswürdig sind Museen, wenn das Baby schläft. Aber nur, wenn sie Kinderwagentauglich sind. Shoppen geht hingegen ziemlich gut, insbesondere am Ku’Damm oder im neuen Shoppingcenter The Mall am Potsdamer Platz.

Ansonsten kann man auch gut Bus fahren oder Hopp On – Hopp Off Fahrten. Wer viel U- und S-Bahn fährt, sollte die Tragehilfe dabei haben, da die Stationen nicht kinderwagenfreundlich sind.

Wickeln unterwegs: in jedem DM, in allen grossen Einkaufscentren oder grösseren Shops und vielen Restaurants möglich.

Vegetarisch Essen: im Restaurant Vaust isst man vegetarisch und vegan, im Cookies Cream. Wir lieben das Vapianos (Italienisch), da kann man auch Take Away ins Hotel nehmen, das Ampelmann Restaurant (halt touristisch aber die Location sehr schön), oder das Bistrot Bardot.

Wenn wir ohne Baby in Berlin sind, fällt unser Programm natürlich anders aus, da gehören die Berliner Unterwelten dazu, oder auch mal ein Stasi-Museum ausserhalb, oder das Olympiastadion oder das Besteigen der Siegessäule. Dies alles wird schwieriger mit Baby – auch hier aber: nichts ist unmöglich, mit Tragehilfe sicher am besten, sofern sich das Baby gerne trägen lässt.

Weitere Tipps für Familien gibt es hier.

Auch Berlin-info.de hat eine Liste zusammengestellt für Berlin-mit-Baby-Besucher

Ausblick im Hotel in Berlin
Ausblick im Hotel Sofitel in Berlin

 

Was packt man für das Baby ein?

  • Gepackt habe ich nur, was ich zu Hause auch brauche: Genug Bodys, Kleider für die Tage die ich weg bin, ein Pijama, einen Schlafsack, Windeln abgemessen auf die Ferientage plus 5 Reserven (aber es gibt ja überall Läden, wo man Windeln kaufen könnte). Die Wickeltasche für unterwegs und viele Feuchttücher sind Standardprogramm.
  • Eine Tragehilfe empfiehlt sich, da Berliner U-Bahn Stationen oft keinen Fahrstuhl haben – oder sie sind schwer auffindbar!
  • Gemüse- und Apfelmus Gläsli, Tellerchen, Löffel, 1 Schoppen, ein Waschlappen, Feuchttücher und Spielzeug.
  • Eine kleine Hausapotheke (aber auch hier: wichtige Sachen kann man auch in Deutschland an jeder Ecke kaufen).

Weitere Checklisten gibt es im Internet.

Vorher mit dem Hotel abklären

  • Mit kleinem Kind ist man meist auf heisses Wasser angewiesen. Entweder stellen Hotels einen Wasserkocher ins Hotelzimmer oder man bekommt überall an der Rezeption oder in Restaurants heisses Wasser, wenn diese im Zimmer nicht erlaubt sind. Dies kann man vorher abklären.
  • Stellt das Hotel ein Babybett zur Verfügung, hat es einen Windeleimer? Hat es genug Platz für ein eigenes Reisebett, sofern man dies dabei hat?
  • Hat es einen genügend grossen Lift für einen Kinderwagen?

Ernährungstipps für Brei-Babies unterwegs

Die Ernährung in den Ferien wird für ein Brei-Baby eher eintönig, wenn man nicht selbst kochen kann: es gibt viel aus dem Glas. Die Gläschen sind praktisch, da sie (gekauft) nicht gekühlt werden müssen, bis sie geöffnet werden, und man kann Getreide, wenn man will, dazumischen. Ausserdem braucht  man kein Geschirr, nur einen Löffel.

  • Vormittags gabs also ein halbes Glas Apfelmus mit einer zerdrückten Banane (wenn ich im Hotel war) – sonst einen Getreide-Apfelmus Brei aus dem Glas.
  • Mittags gab es ein vegetarisches Gemüsegläsli von Alnatura: z.B. Hirse mit Gemüse, Tomatengemüse Pasta, Süsskartoffel-Karotten-Brei. Ungewärmt. Mein Kleiner mochte es mässig. Da musst er halt durch. In vielen Hotel-Rezeptionen kann man die Gläschen auch wärmen lassen oder sich einen Wasserkocher (falls erlaubt) aufs Zimmer bringen. Das erlauben aber nicht alle Hotels, deshalb vorher abklären!!
  • Nachmittas: Rest vom Apfelmus mit zugemischten Flocken oder Getreidebrei oder bereits gemischten Apfelmus-Getreide Brei von Alnatura.
  • Abends: Milch-Getreide-Brei (Brei-Pulver) mit heissem Wasser.
  • Vor dem Schlafengehen wurde der Kleine noch gestillt. Für Schoppenkinder: Heisses Wasser für die Flasche bestellen.
  • Hier gibt es eine Liste für familienfreundliche Kaffees.

Blitz-Essens-Tipp für unterwegs:

  • Zwieback (ungesüsst) oder Getreidebrei mit heissem Wasser als Brei vermischen, eine zerdrückte Banane dazu. Etwas Fruchtsaft. und fertig ist der schnelle Babybrei für zwischendurch. Auch Brotrinde bekommt man in jedem Restaurant.
  • Quetschbeutel mit Obst / Gemüse-Obst oder / Getreide-Obst können kleine Babies ab ca. 5 Monaten gut aussaugen.
  • Schmelzflocken z.B. Hafer mit etwas Obstsaft oder Obstmus aus dem Glas oder einem Quetschbeutel mischen. Eine Banane dazu mit der Gabel zerdrücken.

 

Allgemeine Tipps für unterwegs in Deutschland:

Wer nicht gerne in einem Park oder Restaurant wickelt: in allen Shopping Malls hat es gute WCs – noch besser ist wenn man einen DM (Drogerie Markt) findet: die haben immer eine Wickelecke und gratis Windeln, Feuchttücher und Cremen. Auch auf Autbahnraststätten gibt es oft einen DM!

Berlin_Fernsehturm mit Kinderwagen
Das Baby sieht zum ersten Mal den Fernsehturm in Berlin.

 

 

 



Hier gibt's ab und zu ein bisschen Werbung, sorry ;-)