Baby Led Weaning (BLW) für Babys – was eignet sich?

Baby Led Weaning (BLW) für Babys – was eignet sich?

Und wieder ist Gemüse hier wichtig für einen nächsten Schritt in der Baby Ernährung: Fingerfood aus Broccoli, Karotten, Kürbis, Banane, ….. Sobald ein Baby Interesse zeigt, kann man weg vom Brei und Fingerfood probieren. Oder aber man macht von Anfang an Baby Led Weaning! So oder so: Wichtig finde ich es, dass das kleine Kind neue Geschmacksrichtungen lernt. Im Brei sind ja viele Zutaten zusammen gemixt, beim BLW kann es selbst entscheiden, was es probieren möchte. Das Gesicht, wenn das Baby mit 6, 7 oder 8 Monaten zum ersten Mal ein Karottenstück in den Mund nimmt, wird nicht pure Freude sein. Die Neugier ist aber meist zu gross und es wird weiter probieren!

 

Ab wann darf das Baby feste Nahrung versuchen?

Ab ca. 6 Monaten sei der Magen fähig, auch grössere Stücke zu verdauen, schreibt Swissmom.ch. Ich gebe meinem 9-Monatigen seit einiger Zeit immer mal wieder Fingerfood zum Probieren oder kleine Stücke zum Kauen, damit er es nach und nach lernt. Manchmal ist er noch etwas faul und will, dass ich ihm die Stücke direkt in den Mund gebe. Wichtig ist aber, dass ein Baby lernt, selber etwas in die Finger zu nehmen und abzubeissen oder abzusaugen. Am Anfang klappt es nicht sehr gut, fällt aus der Hand oder sobald bis zur Hand abgesaugt ist, bleibt das Stück in der Hand dort – ein Problem das ein Baby aber schnell lösen kann und dann immer öfter das Stück in die andere Hand nimmt um so wieder abbeissen zu können.

Es gibt in meinem Umfeld einige Babys, die Brei gar nicht so mögen. Diese Kinder trinken mehr Milch aber lernte früher, auch Stücke zu essen. Wichtig ist auch hier wieder, auf die individuellen Bedürfnisse des Babys einzugehen – und auf der anderen Seite neue Fertigkeiten zu fördern. Denn wie auch Schlucken und essen von Brei ist Abbeissen und Kauen von grösseren Stücken nicht einfach gegeben und muss gelernt werden. Und soll es auch ab dem 8., 9. Monat.

 

Baby Led Weaning als Alternative zum Brei

Die Theorie von Baby-Led-Weaning geht noch weiter und umgeht die Brei-Zeit ganz. Nach dieser Theorie essen Babys von Anfang an selbst, wählen selbst aus und werden nicht (passiv) gefüttert. Dabei muss aber länger gestillt oder Schoppen gegeben werden, da am Anfang nicht sehr viel Nahrung im Magen ankommt. Der Vorteil ist, dass das Baby mehr probiert, man keinen Brei kochen muss und anscheinend sind BLW-Babys bessere Esser. Bei meinem Baby hätte dies jedoch am Anfang nicht geklappt und ich hatte die Geduld eher nicht. Mit Brei ging es wunderbar aber ich gehe jetzt immer mehr zu Fingerfood über, jetzt da mein Sohn immer besser greifen kann und ein Stück zum Mund führen kann. Wichtig beim Fingerfood ist, dass das Baby nun selbst essen kann – es wird stolz sein -, dass es so Neues ausprobien kann, seine Fertigkeiten stärkt, am Familientisch dabei ist und das Essen entdecken kann, fühlen, spüren etc. Wenn mal ein Broccoli-Stück auf dem Boden landet heisst dies nicht unbedingt, dass es dies nicht mag, sondern es untersucht die Konsistenz!

Übrigens, man kann BLW auch ganz gut mit Brei vermischen, es muss nicht nur das eine oder andere sein – das Baby entscheidet selbst!

Was eignet sich als erster BLW-Fingerfood für Babys?

  • Broccolistücke
  • Karotten, längs geschnitten
  • Kürbisstücke
  • Kartofelstücke, lang – nicht mehligkochende Sorten nemen
  • Zucchetti
  • Süsskartoffel
  • Pastinake
  • Banane (Trick: die Schale unten daran lassen und oben ein Stück Schale wegschneiden, so flutscht sie nicht immer aus den Fingern und das Baby kann das oberste Stück gut in den Mund nehmen!)
  • Avocado
  • Melone
  • Apfel , Birne- jedoch erst wenn das Baby besser kauen kann – die Gefahr dass ein grosses Stück abgebissen wird ist gross.
  • Weiche Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren für Fortgeschrittene.
  • ganz weichgekochte grosse Nudeln (wenn möglich wenig oder kein Salz zum Kochen nehmen)
  • Reis – ist evtl. nicht für den Anfang geeignet, und danach muss man garantiert putzen 😉
  • Brotrinde
  • Zwieback ohne Zucker

Wichtig: Das Gemüse sollte gut und weich gekocht sein aber nicht zerfallen, so dass es das Baby gut in die Hand nehmen und absaugen oder abbeissen kann. Auch bei den Nudeln sollte man darauf achten, sie weich zu kochen damit sie schnell gekaut werden können und sich das Baby nicht verschluckt.

Wichtig ist auch, dass jemand dabei ist, falls mal ein zu grosses Stück im Mund landen sollte. Grundsätzlich kann das Baby nicht ersticken und wenn es gewohnt ist zu kauen wird es dies versuchen, zu grosse Stücke sollte man aber aus dem Mund nehmen und verkleineren. Dass aber mal ein grössers Stück geschluckt wird, ist kein Problem – sieht einfach für Betrachter lustig aus! Diese Erfahrung ist wichtig fürs Baby.

 

Tipp für fortgeschrittene Fingerfood-Babys:

Dipp machen aus Mandelmus oder Joghurt oder Kiri- oder Gala-Käse damit das Baby noch etwas Fett und Nährstoffe zu sich nimmt. Auch hier ist ein wichtiger Punkt, neue Geschmacksrichtungen zu geben, um die Vielfalt an Vorlieben beim Baby zu fördern.

 

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